Francofolies, BE-Spa

Francofolies, BE-Spa

Kenndaten:

  • Ort: Spa, rue de Hanster (Belgien)

  • Auftraggeber: Ville de Spa

  • Fläche 3,1 ha

  • Anzahl geplanter Bäume: 105

  • In Zusammenarbeit mit: Ledroit Pierret Polet Architectes

  • Projektstand: Studie abgeschlossen 2025

 

Schlagworte:

  • Festivalgelände

  • Parkplatz

  • Wasserlauf, Bach

  • Regenwasserversickerung

  • historischer Park
     

In Spa findet seit 1994 eines der größten Musikfestivals Belgiens statt, die Francofolies de Spa. Das Festival bestimmt für vier Tage das Leben in der Stadt, mit Bühnen, die an verschiedenen Orten der Innenstadt installiert sind. Bis zu 150.000 Besucher kommen jährlich für das Festival nach Spa. Die Place Royale, auf der die zentrale Bühne errichtet ist, ist für die große Anzahl von Zuschauerinnen und Zuschauern nicht mehr groß genug. 

In der Nähe der Place Royale, auf der anderen Seite des « Parc des Sept Heures », wird in Kürze das Gebäude des CPAS, das seit Jahren leer steht, abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die dabei zum Teil freiwerdende Fläche soll an 50 Wochen pro Jahr der Entlastung der Innenstadt und an 2 Wochen dem Festival dienen. 

Die Fläche liegt auf dem erhöhten, südlichen Ufer des Flusses Wayai, der Spa durchfließt. Am nördlichen Ufer beginnt ein großes, am Hang liegendes Waldgebiet, das als vielbesuchtes Wanderziel dient. Im Süden schließt der “Parc de la Villa Royale” und im Osten der ebenfalls denkmalgeschützte “Parc des Sept Heures” an, beides Parks aus dem 19. Jahrhundert, dem Zeitalter der großen Kurstädte Europas (Weltkulturerbe). In Rahmen der Studie war zu klären, wie deren Zugänglichkeit gesichert und verbessert werden kann.

Der Entwurf sieht ca. 170 Parkplätze vor, die in großen Teilen wasserdurchlässig ausgeführt werden, lediglich die ständig genutzten Flächen werden in Asphalt oder Pflaster ausgeführt. Die Berechnung und der Umgang mit dem anfallenden Regenwasser ist Teil der Studie.

In einem mehrmonatigen Entwurfsprozess mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt, des Festivalbetreibers und anderen Stakeholdern wurden die räumlichen Notwendigkeiten des Festivals bestimmt und diskutiert. Ansprüche bezüglich Sicherheit des Festivalablaufes und möglicher Fluchtrouten wurden mit den jeweiligen Services besprochen und sind in den Entwurf eingeflossen. 

Um die große offene Fläche räumlich zu fassen, werden die Seitenbereiche dicht mit auf den Standort (Flussufer, Park, Waldrand) abgestimmten Bäumen bepflanzt. Durch die Pflanzung dieser 105 Bäume entsteht der Effekt einer Lichtung im Wald.

In Zukunft entsteht so ein multifunktionaler Platz, der sich, trotz seiner dauerhaften und vielfältigen Nutzung, harmonisch in die Landschaft einpasst.